Ausstellung „überLEBEN“ in der MHH Hannover

Diese Ausstellung in der Medizinischen Hochschule Hannover fand 7 Jahre nach der ersten „überLEBEN“ Ausstellung in der Uniklinik Münster statt. Sie wurde mit einem Vortrag von Prof. Haller, Nephrologe an der MHH und Kunsthistoriker, eröffnet. Dort verglich er meine Arbeiten mit denen meiner liebsten Künstler, die mich immer inspirieren – Tapies, Kiefer und Twombly. Ich fühlte mich sehr geehrt!

Inzwischen hatten mir eine Trauma-Therapie und mein lieber Freundeskreis geholfen, meinen Fokus immer mehr auf das Leben zu setzen. Meine Freundinnen und Schwester wurden schwanger und bekamen wunderschöne Kinder – was für ein WUNDERWERK des LEBENS!

eisLAND Ausstellung in der Galeria Lunar in Hannover

eisLAND ist ein Land im hohen Norden, ein Land, das von den Extremen der Natur geprägt ist.

Dort ist das Leben ganz anders. Allein ein Blick in einen Sprachführer zeigt seine Besonderheiten: „Sind das Frostbeulen?“, „Ich esse keinen vergorenen Fisch“, oder „Haben Sie mein Pferd gesehen?“ – sind nur ein paar skurrile Beispiele dafür, die einem die Sprache, das Land und das alltägliche Leben dort verdeutlichen. In Mitteleuropa, wo das Klima gemäßigt ist, können wir uns davon kaum einen Begriff machen.

Der Ansatzpunkt Katharina Lobs Ausstellung ist es, sich selbst und das Publikum in den Kontext der Andersartigkeit und Fremdheit dieses Landes zu setzen. Ihre Arbeiten, die zum Teil auf Plexiglas mit transparenten Schichten von Lacken, Klebern und Spachtelmassen gearbeitet sind, und so den Eindruck erwecken, man schaue durch eine vereiste Scheibe, stehen in Kommunikation mit Arbeiten, in denen Werkstoffe wie Eiderdaunen und Wolle eingearbeitet sind.   

Diese Ausstellung ist Katharina Lobs erste Einzelausstellung in Hannover.

Einige Bilder entstanden speziell für den Ausstellungsraum in der Galeria Lunar, die Nischen mit Beleuchtung bietet, sowie ein großes Schaufenster, wo es wunderbar möglich ist, die Pexiglasbilder auch zu hinterleuchten.

So kann man sich bei Tageslicht fragen: „Gibt es Eisbären in der Gegend?“ weil ein Bildmotiv an ein Schneegestöber erinnert – wird es aber hinterleuchtet, so sieht man ganz deutlich den herannahenden Bären. Ebenso fliegen Wildgänse hinter einer Ansammlung von Vogelfedern oder Worte scheinen in Eis geschrieben.

Die Midissage am 28.01.2011 ab 20 Uhr bietet einen „Nordischen Abend“:

An diesem Abend werden zwei Künstlerinnen aus dem hohen Norden ihre Kultur dem Publikum näher bringen.

Tarja Sohmer liest Passagen über den finnischen Winter aus ihrem Roman „Das Verschwinden der weißen Stadt“, der eine Kindheit in Finnland beschreibt.

Sie ist eine finnische Journalistin, lebt seit 25 Jahren in Deutschland – davon die meiste Zeit in Hannover, und arbeitet seit 11 Jahren hauptsächlich für finnische Medien als freiberufliche Journalistin. Regelmäßig veröffentlicht sie journalistische Arbeiten in der finnischen Presse . Sie schreibt eine Kolumne in der Tageszeitung Aamulehti (zweitgrößte Tageszeitung Finnlands) sowie Gedichte und Anthologien in finnisch als auch in deutsch. In Hannover ist sie ein Mitglied der „Gruppe Poesie“.

Huld Hafsteinsdottir kommt aus der Nähe von Reykjavik in Island und hat ihr Diplom an der Musikhochschule in Hannover absolviert. Sie ist im Rahmen von zahlreichen skandinavischen Orchesterprogrammen viel durch Skandinavien gereist. Nun macht sie in Hannover noch ihren Master. Sie hat ein vielseitiges Musikprogramm für diesen Abend zusammengestellt.“

Nils Schumacher, Galeria Lunar

KUNST & MEDIZIN Ausstellung „überLEBEN“ in der Uniklinik Münster

Meine erste große Ausstellung, in der ich Fotogramme mit meinen Röntgenbildern zeigte, war 2005 in Münster in der Uniklinik, in der ich Jahrzehnte vorher als Kind am Herzen operiert worden war.
In Kooperation mit dem Picasso Museum Münster wurden dort zeitgleich Scherenschnitte von Matisse gezeigt, der krankheitsbedingt lange ans Bett gefesselt war und dort besser schneiden als malen konnte.
Auch auf Picasso und seine Krankheiten wurde verwiesen. Die Vernissage begann im Picasso Museum und wechselte dann in die Uniklinik.
Meine Arbeiten hingen dort einige Monate und ich bekam von Patienten und Besuchern sehr viel positive Resonanz – und auch viele Schicksalsschläge erzählt…

Das Titelbild „75 – 05“ thematisiert den Befund meiner Herzkrankheit 1975 – als Kreuz auf der linken Seite dargestellt – und mein Glück über meine Gesundheit 30 Jahre später.

Zum 100. Geburtstag der Johanniter Münster wurde dieses Bild für einen Gottesdienst ausgeliehen, in dem es thematisch um das Kreuz ging. Danach schaute sich eine Gottesdienstbesucherin das Bild ganz lange und genau an – und es stellte sich heraus, dass sie ihre Unterschrift unter dem Befund wieder erkannte – es war die Ärztin, die mein Loch im Herzen 1975 diagnostiziert hatte… was für eine Koinzidenz!